AURELIUS Refugee Initiative e.V. unterstützt erneut die MOAS-Seenotrettungsmission im Mittelmeer

AURELIUS Refugee Initiative e.V. unterstützt erneut die MOAS-Seenotrettungsmission im Mittelmeer

  • AURELIUS Refugee Initiative e.V. finanziert Drohneneinsätze zur Rettung von Menschenleben
  • 117 Menschen aus Seenot gerettet
  • Bessere Seenotrettung mit Drohnentechnik

München, Oktober 2016 - In der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2016 konnte die Migrant Offshore Aid Station (MOAS, www.moas.eu) in Zusammenarbeit mit dem italienischen Roten Kreuz 113 Menschen das Leben retten. Für 17 vermisste Personen, darunter ein Baby, gibt es kaum noch Hoffnung. Das mit insgesamt 130 Kinder, Frauen und Männern völlig überladene Boot geriet nachts auf offenem Meer in Seenot. Die Geretteten verdanken Ihr Leben dem mutigen Einsatz der freiwilligen Rettungskräfte, einer großen Portion Glück sowie modernster Rettungstechnik in Form von Drohnen. Zwischen Eingang des Notrufs auf dem zufällig im Gebiet kreuzenden MOAS Rettungsschiffs MY Phoenix und der Lokalisierung des Schlauchboots durch die Schiebel Rettungsdrohne vergingen nur gut zwei Stunden. Ohne das moderne Hilfsmittel wäre eine Rettung unmöglich gewesen. 

Um derartige Tragödien zu vermeiden und darüber hinaus Menschen aller Religionen, Hautfarben und Nationalitäten, die sich auf der Flucht vor Gewalt und Tod befinden zu helfen, hat AURELIUS vor ca. einem Jahr die AURELIUS Refugee Initiative e.V. ins Leben gerufen. Die erneute Spende des Vereins an MOAS in Höhe von 50.000 Euro wurde zur Finanzierung eines 10-tägigen Einsatzes der hochmodernen Schiebel S-100 Camcopter Rettungsdrohne an Bord der MY Phönix eingesetzt. Bereits im Frühjahr 2016 hat die AURELIUS Refugee Initiative e.V. MOAS 150.000 Euro zur Finanzierung der Betriebskosten (ohne Charterkosten des Schiffs) für die Seenotrettungsmission im Mittelmeer gespendet. „Vorstand und Mitarbeiter von AURELIUS sind seit langem wichtige Unterstützer von MOAS und unserer humanitären Mission auf See“,. so Pete Sweetnam, Direktor von MOAS. „Ihr großzügiger Beitrag zu unseren Einsätzen ermöglicht es uns, Seenotrettung für all die Menschen zur Verfügung zu stellen, die auf ihrer verzweifelten Suche nach einer besseren Zukunft alles riskieren.“ Der Einsatz der modernen Rettungsdrohnen ist teuer. Zur Finanzierung der hohe Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind gemeinnützige Hilfsorganisationen wie MOAS auf private Kapitalgeber angewiesen.

Der Einsatz der modernen Drohnen ermöglicht es, in Seenot befindliche Flüchtlingsschiffe in einem Radius von bis zu 180 km zu lokalisieren. Die Höchstgeschwindigkeit der unbemannten Flugobjekte liegt bei über 200 km/h. Sie können dabei bis zu sechs Stunden ohne Unterbrechung in der Luft bleiben und die Wasseroberfläche auch bei Nacht absuchen. Die Aufnahmen und konkreten Bilder über die Art, Größe und den Zustand des Bootes sowie die ungefähre Anzahl der an Bord befindlichen Menschen werden per Livestream weitergegeben. Das Seenotrettungskoordinationszentrum in Rom sowie die vor Ort fahrenden europäischen Marineeinheiten der EUNAVOR Med Mission Sophia sind somit ohne Zeitverlust informiert. Der Rettungseinsatz kann dann, lange bevor das eigentliche Rettungsschiff eintrifft, optimal vorbereitet werden.

 

Über MOAS:

MOAS ist eine in Malta und Deutschland registrierte, gemeinnützige Stiftung, die 2014 von Christopher und Regina Catrambone gegründet wurde. Bereits seit 2014 sucht die unabhängige Nichtregierungsorganisation nach Schiffbrüchigen und rettet sie vor dem Tod durch Ertrinken. Seit Monaten ist MOAS mit der 40 Meter langen MY Phoenix und der 51 Meter langen Emergency Recovery and Response Vessel (ERRV) „Responder“ gezielt im zentralen Mittelmeer aktiv. Die Schiffe sind ausgestattet mit modernster Technologie, zwei hochseetauglichen Rettungsschnellbooten, Hartrumpfschlauchbooten, Seenotrettern und Bordhospital. Die hoch motivierte Crew arbeitet Tag und Nacht und konnte bisher 27.731 Menschen aus Seenot retten.

Schüssel zum Erfolg der Einsätze sind zwei an Bord der Phoenix befindliche Schiebel S-100 Camcopter (Drohnen). Die jeweils 3,10 Meter langen Drohnen fliegen mit 220 km/h und können in einem Radius von 180 km das Seegebiet nach in Seenot befindlichen Schiffen absuchen. Die Drohnen liefern MOAS und den zuständigen Seenotrettungsbehörden sofort konkrete Bilder über die Situation vor Ort, lange bevor Rettungsschiffe eintreffen können. Dies ermöglicht es, die Einsätze bestmöglich vorzubereiten bzw. zu koordinieren und rettet viele Menschenleben.